Job – Ursachen für Unzufriedenheit

Nach einer Gallup-Studie sind die Ursachen für Unzufriedenheit im Job für 90% der Arbeitnehmer in folgenden Gründe zu finden:

  • Die Stimmung im Unternehmen ist im Keller,
  • Der Job ist unsicher geworden,
  • Man ist Alleinernährer der Familie,
  • Der tägliche Job bereitet Frust,
  • Das Arbeitsklima war schon einmal besser.

Willkommen im Club der „Millionäre“.

Sie sind einer von vielen Millionen Beschäftigen, die im Job unter- oder überfordert sind. Daraus resultiert für viele eine „innere Kündigung“ und Dienst nach Vorschrift. Eine alternative Lösung wird herbeigesehnt. Nur wie entkommt man dem Teufelskreis des Getrieben, und wie gestaltet man seinen Job? Dazu wurden die nachstehenden Themen aufgegriffen. Sind auf keinen Fall als Vollständig anzusehen. Die Inhalte der Themen sind lediglich als nützliche Information und Hilfestellung zu verstehen, wie eine Zufriedenheit einkehren kann, auch wenn sich ringsum die Wellen meterhoch türmen.


Die Angst

Ist nach klinischer Definition ein unangenehm empfundener und zugleich lebensnotwendiger emotionaler Zustand. Nach Sigmund Freud ist Angst eine emotionale Reaktion, die durch eine vorbewusste Wahrnehmung eines Konfliktes entsteht. Angst ist ein Warnsignal und zeigt an, dass die Verdrängung nicht mehr funktioniert. Daher ist Angst immer ein schlechter Ratgeber und neigt dazu sich in der Realität zu manifestieren. Die Angst tritt immer in der Situation auf, der wir nicht gewachsen sind. Es ist die Ungewissheit und das Neue, dass Angst macht. Jedem Entwicklungsschritt gehen Ängste voraus. Er führt uns in bisher nicht Bekanntes- und bisher nicht gewohntes Terrain. Viele haben Angst einen Fehler zu machen und in fast allen Fällen wird ein Schuldiger gesucht. Dabei ist Angst der Innovationskiller Nummer Eins, gefolgt von der Angst vor Arbeitslosigkeit und Krankheit.

Oft ist das Festhalten schwieriger und langwieriger, als das eigentliche Loslassen können.

Daher auch das Sprichwort: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, es ist besser einen unbefriedigten Zustand mit einem schmerzhaften Opfer zu beenden, als diesen Zustand für längere Zeit zu erdulden. Ein Berater hatte zu mir in einer für mich sehr schwierigen Situation einmal gesagt: Geht eine Türe zu, gehen viele Türen neu auf. Damals wusste und glaubte ich es nicht, aber wie es sich danach herausstellte, er hatte Recht.


Das Ziel

Wozu braucht es Ziele? Ziele sind ein gewollter Zustand, die durch entsprechendes Verhalten erreicht werden sollen. Dazu ein kleiner Exkurs. Im Jahr 1979 wurde in den USA von der Harvard-Universität eine Langzeitstudie über den Werdegang der AbsolventInnen gestartet. Das Ergebnis der Studie war folgendes: 84 Prozent der StudienabgängerInnen hatten keine Ziele für ihre Karriere.
13 Prozent hatten klare Ziele für ihre Karriere und nur 3 Prozent hatten klare Ziele für Ihre Karriere und hatten diese Ziele auch verschriftlicht. Das Ergebnis ist sehr anschaulich. Die 3 Prozent, verdienten im Durchschnitt zehnmal so viel als die Gruppe der 83 Prozent, die keine Ziele hatten. Ähnlich verhält es sich in unserer Bevölkerung. Lediglich 5 Prozent der Menschen haben Ziele und nur 3 Prozent haben diese verschriftlicht. Die Letzteren sind diejenigen, die sich beruflich und persönlich weiterentwickeln und ständig neue Herausforderungen annehmen. Haben sie ihre Ziele schon verschriftlicht? Wie wird ein Ziel formuliert?

Wichtig bei der Zielformulierung ist das WAS erreicht werden soll und nicht das WIE man es erreichen wird.

Das WIE ist die Frage, welche Handlungen werden aus der Zielformulierung abgeleitet. Bei der Zielformulierung ist mit Sorgfalt vorzugehen und der gewünschte Endzustand zu beschreiben. Ziele müssen SMART (S-spezifisch, M-messbar, A-attraktiv, R-realistisch, T-terminierbar) formuliert werden und folgende Eigenschaften haben:

  • Das Ziel, der gewünschte Endzustand muss konkret verschriftlicht werden,
  • Ziele muss messbar sein,
  • Ein Ziel muss anspruchsvoll, herausfordernd und attraktiv sein,
  • Weiters muss ein Ziel realistisch sein (erreichbar sein) und
  • ein Ziel ist zu terminisieren

Die Motivation

Was würden Sie tun, wenn Sie 10 Mal etwas versucht haben und es funktioniert immer noch nicht? Wahrscheinlich aufgeben, so wie 99,9 Prozent der Bevölkerung. Für Jack Ma, der Gründer von Alibaba war ein Aufgeben keine Option. Bevor er Alibaba gegründet hatte, bewarb er sich zirka 30-mal um einen Job, er hatte jedoch immer eine Absage erhalten. Inzwischen ist er einer der reichsten Männer Chinas …

Motivation ist ein ganz besonderer Erfolgsfaktor

Dabei kann zwischen extrinsischer- und intrinsischer Motivation unterschieden werden. Die Extrinsische Motivation besteht aus äußeren Reizen wie Entlohnung, Arbeiten des Lohnes wegen zu müssen. Die Intrinsische Motivation besteht aus inneren Antrieben, etwas aus Spaß machen zu wollen. Arbeiten oder Lernen aus eigener Entscheidung. Motivation ist der innere Antrieb etwas in Bewegung zu setzen, etwas tun zu wollen. Mit der richtigen Zielformulierung haben sie ihre Zukunft, so weit wie möglich, selbst in die Hand genommen. Treffen sie die Entscheidung, dass sie nicht mehr von den Umständen bestimmt sind, sondern sie die Umstände bestimmen. Sie allein können etwas verändern, wenn Sie es tun. Wenn Sie erfolgreich sein wollen, braucht es den Einsatz ihrer Willenskraft. Die Motivation ist der Wunsch etwas zu tun, ihr Wille die Entschlossenheit sich für ein Ziel einzusetzen und mit Beharrlichkeit bis zum Ende zu verfolgen. Selbstmotivation lebt von ständiger Erneuerung. Treffen Sie noch heute ihre persönliche Entscheidung und fangen sie an.

Die Work-Life-Balance das praktisch Gelebte, zwischen Berufs- und Privatleben, mehr dazu im nächsten Blog …


Stress eine „Erfindung“?

Stress ist seit den 70er-Jahren ein Schlagwort

In der Zwischenzeit vielleicht eines der am häufigsten gebrauchten Alltagswörter. Stress beschreibt eine natürliche und evolutionär bedingte Reaktion auf Bedrohungssituationen. Um der Gefahr zu entkommen schüttet der menschliche Körper Stress Hormone aus.

Diese erhöhen die Leistungsfähigkeit kurzfristig um durch Kampf oder Flucht reagieren zu können. In unserer Gesellschaft stellen Kampf oder Flucht wohl noch kaum adäquate Verhaltensformen dar. Dem heutigen Menschen fehlt es jedoch an einem Ventil zur Lösung der Anspannungen. Die Krankmacher verbleiben daher im Körper und es kommt zu permanenter Anspannung.

In unseren Breiten spricht man bei 63% von einem geringen Burnout-Risiko und bei 22% schon von einer beginnenden Burnout-Situation. Allein der Anteil der Personen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gingen, stieg in den letzten 22 Jahren von 18,6 auf 43 Prozent. Es stellt sich die Frage, wie konnte sich ein vermeintlich so „erfolgreiches Konzept“ entwickeln?

Stress und das Stresskonzept

Wurde ursprünglich in der Materialprüfung verwendet und bedeutete Verbiegung und Verspannung. Der Begriff führte dann in die Biologie und man meinte zu dieser Zeit etwas ganz Ähnliches: Eine körperliche Anpassungsreaktion auf Störfaktoren den „Stressoren“.

Diese haben nach Selye ein einheitliches Reaktionsmuster und haben folgenden Ablauf: Alarmreaktion, Widerstandsphase und Erschöpfung. Dieses Modell hat nach wie vor Gültigkeit, beschreibt jedoch nur physiologische Prozesse. Die besagte Theorie berücksichtigt noch keine
psychischen Prozesse, dient aber als Grundlage zur Konzeption entsprechend möglicher Stress Bewältigungs-Programme. Der Stress war geboren.

Psychologische Stress Reaktion

Dazu wird ein „Stimulus“ – ein Reiz von der Umwelt aufgenommen. Dabei bewertet der Mensch die aufgenommenen Reize und es kommt zu einer
Bewertung sowie zu unterschiedlichen Stress Reaktionen und Bewältigungsformen.

Die wahrgenommenen Geschehnisse werden daraufhin überprüft, ob sie für das persönliche Wohlbefinden bedeutsam und relevant sind. Ist das Ergebnis der eigenen Einschätzung stressrelevant, wird beurteilt, ob die
verfügbaren Ressourcen ausreichen, um das Problem zu bewältigen. Es hängt von der individuellen Bewältigungsfähigkeit und dem Bewältigungsvermögen ab
ob das Problem herausfordernd oder bedrohlich ist. Man darf jedoch anmerken, dass alltäglich anhaltente Ereignisse gesundheitsrelevanter sind als kritische Lebensereignisse. Die Stress Reaktion ist immer eine Antwort auf belastende
Situationen.

Organisation von Gefühl und Bewusstheitszuständen …

Unser Körper ist die Bühne unserer Gefühle und diese lassen sich im Alltag kaum verbergen.

Unsere Gestimmtheit teilt sich über unseren Körper mit und über jede verbale- aber auch nonverbale Begegnung breitet sich eine
zwischenmenschliche Stimmung aus. Je nach Zustand kreisen Denkinhalte um ein Thema und unsere Umgebung wird dadurch geprägt, ob wir diese durch
einen „rosa“ Brille oder durch eine „schwarze“ Brille wahrnehmen.

Diese Einfärbung verleiht unserem Denken eine Richtung, Bedeutung und einen Sinn. Überforderungssymptome stehen dabei immer in engen Zusammenhang mit körperlichen und psychischen Vorgängen im sozialen Verhalten. Stress erhält die Aufmerksamkeit, dessen Bedeutung wir einem Problem geben. Einfach gesagt, schwer in der jeweiligen Situation zu beherrschen.

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