Selbstmanagement – stressfrei durch den Arbeitsalltag

Was unter Selbstmanagement zu verstehen ist

In der Arbeitswelt hört man es immer wieder: Personen lassen sich coachen und beraten, um sich selbst und ihre Fähigkeiten zu optimieren. Damit können sie ihre Ziele erreichen und ihren Erfolg steigern. Selbstmanagement.
Genau das kann jeder von uns auch erreichen – durch Selbstmanagement. Was genau man unter Selbstmanagement versteht, wie es dir dabei hilft, deinen Stress zu bewältigen und Methoden, die es dazu gibt, stelle ich dir in diesem Blogartikel vor!

Marianne Manhard, Expertin zum Thema Stressbewältigung und Resilienzstärkung. Mehr über die Autorin findet sich am Ende von diesem Artikel und auf https://www.harmonyandyou.de/ 


Selbstmanagement – was ist das eigentlich?

Wie der Name schon sagt: beim Selbstmanagement managst bzw. (auf Deutsch) verwaltest du dich selbst. Selbstmanagement dient dazu, dich eigenständig weiter zu entwickeln.

selbstmanagement selbstverwaltungDu kannst durch Selbstmanagement:

– Deine konkreten Ziele besser und klarer definieren,

– strategisch an deinen Zielen arbeiten,

– deine Motivation steigern, diese Ziele zu erreichen,

– dein Stresslevel beim Erreichen der Ziele senken,

– deinen Erfolg selbst kontrollieren und,

– eigenständig Maßnahmen zur Erfolgssteigerung entwickeln.

Selbstmanagement kann also durchaus als eine Kompetenz verstanden werden, die nicht nur im Arbeitsleben von großer Bedeutung sein kann. Jeder von uns kann Techniken im Selbstmanagement finden, um seine eigene Effizienz um ein Vielfaches zu steigern.

Das Selbstmanagement umfasst in seinen einzelnen Techniken einige Teilkompetenzen, wie z. B. Planung, Organisation oder Zeitmanagement.


So hilft dir Selbstmanagement dabei, deinen Stress zu bewältigen

selbstmanagement stress bewältigenEin effektives Selbstmanagement wird dir nicht nur beim Erreichen deiner Ziele helfen, sondern auch dabei, dein Stresslevel zu senken.

Die Anforderungen im heutigen Arbeitsumfeld und auch privat sind gekennzeichnet von einer hohen Arbeitsbelastung und einem wachsenden Aufgabenspektrum. Wir erhalten täglich viele Informationen und müssen schnell Entscheidungen treffen. All das bedeutet Stress für uns. Wir benötigen Techniken und Methoden, um diesem Stress entgegen zu wirken und leistungsfähiger an unseren Zielen arbeiten zu können.

Hier kommt das Selbstmanagement zum Tragen – denn es umfasst genau diese Techniken.

Selbstmanagement, das heißt – dich selbst besser zu organisieren, deine Ziele (wie formuliere ich Ziele) und Vorhaben besser zu planen und deine Zeit effektiver einzuteilen. Und das bedeutet automatisch weniger Stress! Durch die verschiedenen Methoden im Selbstmanagement wirst du also auch in der Lage sein, dein Stresslevel zu senken, was wiederum deinen Zielen und deiner Work-Life-Balance zugute kommt!


Selbstmanagement beginnt mit deiner Zielsetzung

selbstmanagement und zielsetzung

Selbstmanagement beginnt damit, dass du deine Ziele selbstständig planen, festlegen und kontrollieren kannst. Dazu müssen sie jedoch klar definiert sein. Dabei können wir auf die SMART-Technik zurückgreifen. Die Buchstaben im Begriff stehen für (Englische Sprache/Deutsche Sprache):

– S: Specific/Spezifisch
Dein Ziel muss spezifisch und so genau wie möglich formuliert werden.

– M: Measurable/Messbar
Das Ziel muss messbar sein.

– A: Activating/Aktivierend
Es muss sich um ein Ziel handeln, das ansprechend und erstrebenswert für dich ist.

– R: Reasonable/Realistisch
Das Ziele muss realistisch sein, also für dich auch möglich zu erreichen.

– T: Time-bound/Terminiert
Es muss ein festes Datum für die Erreichung deines Ziels geben.

Um dir diese Selbstmanagement-Methode näher zu bringen, hier ein Beispiel:

„Ich möchte meine laufenden Projekte so schnell wie möglich erledigen.“
–> Hierbei handelt es sich nicht um ein SMARTes Ziel, denn:

1. Das Ziel ist nicht spezifisch formuliert: Um welches Projekt handelt es sich genau? Es sollte möglichst für jedes Projekt ein eigenes Ziel erstellt werden.
2. Es handelt sich um kein messbares Ziel, da kein messbarer Wert darin auftaucht. Das könnte z. B. ein Fortschrittsgrad oder eine Anzahl sein.
3. Ist dieses Ziel aktivierend für dich? Warum möchtest du dieses Ziel erreichen?
4. Ist es wirklich realistisch, alle Projekte auf einmal erledigen zu können?
5. Das Ziel ist nicht terminiert, denn „so schnell wie möglich“ zeigt kein festes Datum an.

Besser wäre also:
„Ich möchte beim Projekt „Sicherheitsschulung für alle Mitarbeiter“ bis zum 31.12. diesen Jahres mindestens 80 % aller Mitarbeiter geschult haben, um Sicherheitszertifikat x von Prüfstelle y zu erhalten.“

Mit dieser konkreten SMARTen Formulierung kannst du zum 31.12. deinen Zielstatus konkret überprüfen, sowie zwischendurch die Fortschritte des Ziels ermitteln. Eine einfache Selbstmanagement-Methode mit großer Wirkung, um strategisch an deinen Zielen arbeiten zu können.

Denke daran, dass dein Selbstmanagement immer mit deiner persönlichen Zielsetzung beginnt!


Zeitmanagement-Methoden

Wie eingangs schon erwähnt, stellt das Zeitmanagement eine wichtige Teilkompetenz im Rahmen des Selbstmanagements dar.

selbstmanagement und zeitmanagement methodenIm Zeitmanagement selbst gibt es wiederum viele Techniken und Methoden, die uns dabei helfen, unsere Zeit besser zu nutzen.

Der Begriff „Zeitmanagement“ ist kontrovers.

Denn Zeit vergeht immer gleich schnell. Der Begriff erweckt den Eindruck, als könnte man die Zeit an sich managen. Im Prinzip geht es bei diesem Teilbereich des Selbstmanagements aber darum, seine eigene Arbeitsweise der Zeit anzupassen, um dadurch mehr und effektiver in der gleichen Zeit arbeiten zu können, als ohne diese Anpassung.

Aus der Vielzahl an Zeitmanagement-Methoden, die im Selbstmanagement zum Tragen kommen, möchte ich dir im nächsten Kapitel eine beispielhafte Technik vorstellen, die mir nicht nur meinen Arbeitsalltag extrem erleichtert.


Das Eisenhower-Prinzip zur Priorisierung von Aufgaben

selbstmanagement eisenhower prinzipEine wichtige Kompetenz im Selbstmanagement und Zeitmanagement ist es, seine Aufgaben korrekt priorisieren zu können.

Hierbei höre ich jedoch immer wieder: „Wie soll das gehen, wenn alles doch gleich wichtig ist?“
Zunächst einmal mögen alle deine Aufgaben gleich wichtig sein, jedoch sind sie sicherlich nicht alle gleich dringlich und umgekehrt. Eine Methode im Selbstmanagement, um deine Aufgaben richtig zu priorisieren, ist daher das Eisenhower-Prinzip.

Zum Hintergrund: dieses Prinzip ist nach dem ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower benannt. Eisenhower nutzte eine spezielle Methode, um seine Ziele zu erreichen und seine Aufgaben zu priorisieren. Auch er arbeitete also schon mit Selbstmanagement-Methoden. Dabei teilte er seine Aufgaben in Wichtigkeit und Dringlichkeit ein:

A-Aufgaben sind wichtig und dringlich

Beispiel: Die Geschäftsführung benötigt bis heute Mittag eine Präsentation zum Stand des Projekts x, um weiteres Budget dafür freigeben zu können.
Wichtigkeit: hoch, kann nicht von einem anderen Mitarbeiter übernommen werden.
Dringlichkeit: hoch, denn die Präsentation wird bis heute Mittag benötigt.
–> A-Aufgaben sollten sofort von dir selbst erledigt werden.

B-Aufgaben sind nicht dringend aber wichtig

Beispiel: Das Design der Unternehmens-Homepage sollte mal wieder überarbeitet werden.
Dringlichkeit: niedrig – das muss nicht unbedingt in den nächsten Tagen erledigt werden.
Wichtigkeit: auf lange Sicht hin gesehen hoch, da ein neues Design auch eine weitere Zielgruppe ansprechen könnte.
–>  B-Aufgaben ist es empfehlenswert, immer mal wieder in festgelegten Zeitblöcken am Thema zu arbeiten, bevor sie dringlich werden.

C-Aufgaben sind dringend aber nicht wichtig

Beispiel: Das Kopierpapier geht langsam zuneige und sollte schnell nachbestellt werden.
Dringlichkeit: hoch, denn ohne Kopierpapier kann nicht gedruckt werden.
Wichtigkeit: niedrig, dein Erfolgt hängt nicht vom Druckerpapier ab.
–> C-Aufgaben sollen wenn möglich delegiert werden. Kann ein anderer Mitarbeiter oder ein Praktikant das Druckerpapier bestellen? Falls es nicht möglich ist zu delegieren: plane einen fixen Zeitblock in deinem Kalender für diese Aufgabe ein um diese zeitnah zu erledigen.

P-Aufgaben sind nicht dringend und nicht wichtig

Beispiel: Du erhältst von einem dir unbekannten Anbieter eine Einladung zu einer Veranstaltung, deren Thema nicht relevant für dich ist.
Dringlichkeit: niedrig, du musst nicht sofort darauf antworten.
Wichtigkeit: niedrig, da das Thema ohnehin nicht relevant für dich ist.
–> P-Aufgaben sollten nicht bearbeitet/in den Papierkorb verschoben werden. Daher auch das „P“ wie Papierkorb ;-). Falls es sich fälschlicherweise doch um eine dringende oder wichtige Angelegenheit handeln sollte, wird das Thema auf jeden Fall nochmal aufkommen. Falls nicht, ist der Papierkorb der richtige Ort!

Wenn du in deinem Selbstmanagement-Prozess nach dem Eisenhower-Prinzip arbeitest, kannst du schnell erkennen, dass eben doch nicht alle Aufgaben gleich wichtig sind. Wende diese effiziente Selbstmanagement-Methode täglich an, um deine Aufgaben strukturiert abarbeiten zu können.


Selbstmanagement bedeutet auch mal „Nein“ zu sagen

selbstmanagement nein sagenSelbstmanagement besteht nicht nur aus strukturierenden Tätigkeiten. Eine ebenso wichtige Kompetenz ist es dabei auch mal, „Nein“ sagen zu können.
Vor allem wenn du deine Aufgaben nach dem Eisenhower-Prinzip priorisiert hast, wird dir womöglich auffallen, dass du bisher Aufgaben bearbeitet hast, die entweder in die C- oder P-Kategorien fallen.

E-Mails, die im P-Bereich anfallen, sind schnell gelöscht, doch es kommt auch mal vor, dass der besagte Vertreter bei uns anruft um sich zu erkundigen, ob wir die (für uns nicht relevante) Veranstaltung nun wahrnehmen möchten. Im Selbstmanagement ist es wichtig, freundlich aber bestimmt abzulehnen: „Schön, dass ihr Interesse daran so groß ist, dass ich an der Veranstaltung teilnehmen soll. Sie passt aber leider nicht zu meinem Themengebiet und ich muss daher ablehnen.“

Vielleicht hast du auch Kollegen, die Aufgaben gerne „abschieben“, um sie nicht selbst erledigen zu müssen. Auch hier solltest du im Rahmen deines Selbstmanagements unbedingt lernen „Nein“ zu sagen: „Diese Aufgabe gehört nicht zu meinem Fachbereich. Fragen Sie doch einmal bei Ihrem Vorgesetzten an, wer Ihnen sonst dabei behilflich sein kann.“

Auch ein „Nein“ kann freundlich erfolgen, denn alles andere mag zwar kurzfristig wirksam sein aber schadet auf Dauer auch deinem Ruf.


Selbstmanagement bedeutet Selbstverwirklichung

selbstmanagement und selbstverwirklichungNach der Maslow’schen Bedürfnispyramide stellt Selbstverwirklichung die oberste Ebene dar, die Menschen bei ihrer Bedürfnisbefriedigung erreichen können.

Da du Selbstmanagement-Methoden nicht nur im Arbeitsumfeld, sondern immer und überall einsetzen kannst, sorgen sie für eine Verbesserung all deiner Lebensbereiche. Um dich selbst zu verwirklichen, helfen dir deine gesteckten Ziele. Und um diese zu erreichen, hilft dir wiederum das Selbstmanagement.

Man kann also sagen: Selbstmanagement bedeutet Selbstverwirklichung!

Es gibt natürlich noch viele weitere Methoden, um Selbstmanagement zu betreiben. Für eine nachhaltige Verbesserung deiner Lebensqualität und weniger Stress solltest du dich auf jeden Fall mit Selbstmanagement befassen und Methoden anwenden, die zu dir und deiner Situation passen. Ich hoffe, dir mit diesem Artikel eine kleine Inspiration dazu gegeben zu haben!


Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

Work-Life-Balance, wie es nicht sein soll

„Es gibt Menschen die nicht leben, sondern gelebt werden“ Karl May.

Ist eine Work-Life-Balance im Berufs- und Privatleben vereinbar? Wir werfen einen Blick darauf.

Beschäftigte in der IT-Branche leiden viel häufiger als in anderen Branchen an Burnout-Beschwerden wie Müdigkeit, Magenproblemen und Schlafstörungen. Der permanente Zeitdruck mit den steigenden Anforderungen im Job sorgen für ausufernde Arbeitszeiten. Die Work-Life-Balance wäre der Schlüssel für langfristigen beruflichen und privaten Erfolg, im Sinne von einem erfüllten Leben. Es ist das praktisch Gelebte, zwischen Berufs- und Privatleben.

Immer mehr karrierebewusste und scheinbar erfolgreiche Menschen kommen aus der Balance. Mögliche Ursachen für eine Missbalance sind oft Mehrfachbelastung, Perfektionismus, Irrtum (eine falsche Einschätzung der Wirklichkeit) oder auch eine Flucht in die Sucht. Der daraus folgende Zusammenbruch zeigt sich durch Sinnkrisen, Burnout und gesundheitlichen Problemen. Diese Folgen werden oft als Schicksalsschlag hingenommen. Der Zusammenbruch ist jedoch nur eine Konsequenz, der durch Raubbau am eigenen Geist und Körper gegangen wurde.

Lebst du schon oder arbeitest du nur?

Diese Frage stelle sich mir natürlich nicht, als ich zu diesem Zeitpunkt mitten in meiner Selbstständigkeit war und noch glaubte, die Welt „zerreißen zu können“.

Aufgefallen ist mir zu dieser Zeit nur, dass ich meine Familie sehr selten sah und es schon fast einem Bild von mir bedurfte, damit mein heranwachsendes Kind noch seinen Vater erkannte. Die Frage ist natürlich ein Dauerbrenner. Mitten im Leben nimmt man mehrere Rollen ein. Beruf gepaart mit Familie, Verwandtschaft, Freunden, Hobbies und der Urlaub darf natürlich auch nicht zu #kurz kommen. Begleitet von Erwartungen und offenen Plänen, Wünschen und Zielen (siehe dazu im früheren Blog: Ein Überleben im Job/Das Ziel).

Stets gilt: Beruflichen Erfolg um jeden Preis, selbst möchte man die Karriereleiter nach oben steigen. Vergessen wird dabei sehr oft, ob es nicht die Umstände sind und die unzähligen Fäden, die einen wie eine Marionette in Geiselhaft halten. Work-Life-Balance ade. Von allen Seiten gibt es Ansprüche und Erwartungen mit unzählig offenen Lösungen. Menschen kommen mit ihrem Leben daher immer weniger zurecht. Das Thema Work-Life-Balance gewann an Bedeutung, durch den wachsenden Druck in der Wirtschaft an ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen. Bei zu viel Arbeit ist die Situation kaum bewältigbar. Bei zu wenig oder gar keiner Arbeit, ist die Situation aus wirtschaftlicher Sicht kaum überlebbar.

Spannungsfelder zwischen Berufs- und Privatleben. Wo bleibt die Work-Life-Balance?

Dabei geht es um die richtige Balance zwischen bezahlter Berufs- und Privatleben zu finden.

Die Gesundheit sollte dabei nicht zu #kurz kommen. Zu beachten ist, die eigenen Ressourcen sind wie bei einem Akku begrenzt. Bei der Arbeit ist es oft wichtig NEIN sagen zu können, wenn es die Gesundheit nicht erlaubt oder familiäre Verpflichtungen nicht aufschiebbar sind. Das NEIN muss natürlich sinnvoll eingesetzt werden. Mittlerweile ist das Bewusstsein für Gesundheit, geistige- und körperliche Fitness erwacht. Immer mehr Menschen planen Fitness in Ihren Alltag ein. Eine alte Weisheit besagt: „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Die meisten Menschen wissen auch wie man sich gesund ernähren könnte, viele schert es jedoch nicht. Als Ersatz für eine gesunde Ernährung werden Nahrungsergänzungen konsumiert.

Eine Nahrungsergänzung ist wie der Name schon sagt eine Ergänzung und kein Ersatz für eine gesunde Ernährung. Dasselbe gilt auch für Fitness.

„Sport ist Mord“ wird mal behauptet. Dem ist sicherlich zuzustimmen, wenn Sport über dem eigenen Leistungsvermögen betrieben wird. Eine gute Fitness bewirkt eine viel schnellere Regeneration von geistigen- und körperlichen Anstrengungen. Dies gilt besonders für Vielreisende. In der Beziehung ist ein Umdenken angesagt. Denn das Nebeneinander von Berufs- und Privatleben ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Eine ständige Wechselwirkung die einander im positiven Sinne ergänzt. Work-Life-Balance, im Einklang zwischen Privat- und Berufsleben, gelebt im Hier und Jetzt.

Wir erreiche ich die zu mir passende Work-Life-Balance?

Bei der Work-Life-Balance, stellt Sie sich die folgende Frage: Was treibt mich an? Rick Warren hat in seinem Bestzähler: Leben mit Vision, die fünf häufigsten „Antreiber“ aufgegriffen:

  • Schuld, die nicht bewältigt und verdrängt werden kann. Die in der Vergangenheit liegende Schuld bestimmt die Zukunft,
  • Wut und Bitterkeit, Menschen die schwer verletzt oder enttäuscht wurden. Dabei schadet das Festhalten unserem Selbst,
  • Angst, sind oft das Produkt von traumatischen Erlebnissen (sowie siehe dazu im früheren Blog: Ein Überleben im Job/Die Angst),
  • Materielle Wünsche, die Prägung unserer Gesellschaft nach materiellen Gütern verschiedener Art. Der Irrglaube, dass mehr Besitz glücklicher machen sollte,
  • Das Bedürfnis nach Anerkennung, durch ein fehlendes Selbstwertgefühl wird versucht es einem jedem recht machen zu wollen.

Nach Warren sollte man nicht der Lebenslüge „Berufserfolg=Lebenserfolg“ aufsitzen. Der Beruf sollte auf alle Fälle Freude bereiten. Effektivität geht dabei vor Effizienz. Gestalten Sie Ihre Aktivitäten für Ihre Gesundheit so, dass Sie Ihnen Spaß machen, Ihr Immunsystem stärken und mit dem Ausblick, körperliche Reserven herzustellen. Beziehungen beschränken sich auf keinen Fall nur auf den privaten Bereich. Dazu ein kurzer Exkurs. Eine über eine Dauer von 75-Jahren durchgeführte Langzeitstudie der Harvard Universität ergab, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen verantwortlich für ein glückliches und gesundes Leben sind. Work-Life-Balance, das praktisch Gelebte im Hier und Jetzt.

Job – Ursachen für Unzufriedenheit

Nach einer Gallup-Studie sind die Ursachen für Unzufriedenheit im Job für 90% der Arbeitnehmer in folgenden Gründe zu finden:

  • Die Stimmung im Unternehmen ist im Keller,
  • Der Job ist unsicher geworden,
  • Man ist Alleinernährer der Familie,
  • Der tägliche Job bereitet Frust,
  • Das Arbeitsklima war schon einmal besser.

Willkommen im Club der „Millionäre“.

Sie sind einer von vielen Millionen Beschäftigen, die im Job unter- oder überfordert sind. Daraus resultiert für viele eine „innere Kündigung“ und Dienst nach Vorschrift. Eine alternative Lösung wird herbeigesehnt. Nur wie entkommt man dem Teufelskreis des Getrieben, und wie gestaltet man seinen Job? Dazu wurden die nachstehenden Themen aufgegriffen. Sind auf keinen Fall als Vollständig anzusehen. Die Inhalte der Themen sind lediglich als nützliche Information und Hilfestellung zu verstehen, wie eine Zufriedenheit einkehren kann, auch wenn sich ringsum die Wellen meterhoch türmen.


Die Angst

Ist nach klinischer Definition ein unangenehm empfundener und zugleich lebensnotwendiger emotionaler Zustand. Nach Sigmund Freud ist Angst eine emotionale Reaktion, die durch eine vorbewusste Wahrnehmung eines Konfliktes entsteht. Angst ist ein Warnsignal und zeigt an, dass die Verdrängung nicht mehr funktioniert. Daher ist Angst immer ein schlechter Ratgeber und neigt dazu sich in der Realität zu manifestieren. Die Angst tritt immer in der Situation auf, der wir nicht gewachsen sind. Es ist die Ungewissheit und das Neue, dass Angst macht. Jedem Entwicklungsschritt gehen Ängste voraus. Er führt uns in bisher nicht Bekanntes- und bisher nicht gewohntes Terrain. Viele haben Angst einen Fehler zu machen und in fast allen Fällen wird ein Schuldiger gesucht. Dabei ist Angst der Innovationskiller Nummer Eins, gefolgt von der Angst vor Arbeitslosigkeit und Krankheit.

Oft ist das Festhalten schwieriger und langwieriger, als das eigentliche Loslassen können.

Daher auch das Sprichwort: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, es ist besser einen unbefriedigten Zustand mit einem schmerzhaften Opfer zu beenden, als diesen Zustand für längere Zeit zu erdulden. Ein Berater hatte zu mir in einer für mich sehr schwierigen Situation einmal gesagt: Geht eine Türe zu, gehen viele Türen neu auf. Damals wusste und glaubte ich es nicht, aber wie es sich danach herausstellte, er hatte Recht.


Das Ziel

Wozu braucht es Ziele? Ziele sind ein gewollter Zustand, die durch entsprechendes Verhalten erreicht werden sollen. Dazu ein kleiner Exkurs. Im Jahr 1979 wurde in den USA von der Harvard-Universität eine Langzeitstudie über den Werdegang der AbsolventInnen gestartet. Das Ergebnis der Studie war folgendes: 84 Prozent der StudienabgängerInnen hatten keine Ziele für ihre Karriere.
13 Prozent hatten klare Ziele für ihre Karriere und nur 3 Prozent hatten klare Ziele für Ihre Karriere und hatten diese Ziele auch verschriftlicht. Das Ergebnis ist sehr anschaulich. Die 3 Prozent, verdienten im Durchschnitt zehnmal so viel als die Gruppe der 83 Prozent, die keine Ziele hatten. Ähnlich verhält es sich in unserer Bevölkerung. Lediglich 5 Prozent der Menschen haben Ziele und nur 3 Prozent haben diese verschriftlicht. Die Letzteren sind diejenigen, die sich beruflich und persönlich weiterentwickeln und ständig neue Herausforderungen annehmen. Haben sie ihre Ziele schon verschriftlicht? Wie wird ein Ziel formuliert?

Wichtig bei der Zielformulierung ist das WAS erreicht werden soll und nicht das WIE man es erreichen wird.

Das WIE ist die Frage, welche Handlungen werden aus der Zielformulierung abgeleitet. Bei der Zielformulierung ist mit Sorgfalt vorzugehen und der gewünschte Endzustand zu beschreiben. Ziele müssen SMART (S-spezifisch, M-messbar, A-attraktiv, R-realistisch, T-terminierbar) formuliert werden und folgende Eigenschaften haben:

  • Das Ziel, der gewünschte Endzustand muss konkret verschriftlicht werden,
  • Ziele muss messbar sein,
  • Ein Ziel muss anspruchsvoll, herausfordernd und attraktiv sein,
  • Weiters muss ein Ziel realistisch sein (erreichbar sein) und
  • ein Ziel ist zu terminisieren

Die Motivation

Was würden Sie tun, wenn Sie 10 Mal etwas versucht haben und es funktioniert immer noch nicht? Wahrscheinlich aufgeben, so wie 99,9 Prozent der Bevölkerung. Für Jack Ma, der Gründer von Alibaba war ein Aufgeben keine Option. Bevor er Alibaba gegründet hatte, bewarb er sich zirka 30-mal um einen Job, er hatte jedoch immer eine Absage erhalten. Inzwischen ist er einer der reichsten Männer Chinas …

Motivation ist ein ganz besonderer Erfolgsfaktor

Dabei kann zwischen extrinsischer- und intrinsischer Motivation unterschieden werden. Die Extrinsische Motivation besteht aus äußeren Reizen wie Entlohnung, Arbeiten des Lohnes wegen zu müssen. Die Intrinsische Motivation besteht aus inneren Antrieben, etwas aus Spaß machen zu wollen. Arbeiten oder Lernen aus eigener Entscheidung. Motivation ist der innere Antrieb etwas in Bewegung zu setzen, etwas tun zu wollen. Mit der richtigen Zielformulierung haben sie ihre Zukunft, so weit wie möglich, selbst in die Hand genommen. Treffen sie die Entscheidung, dass sie nicht mehr von den Umständen bestimmt sind, sondern sie die Umstände bestimmen. Sie allein können etwas verändern, wenn Sie es tun. Wenn Sie erfolgreich sein wollen, braucht es den Einsatz ihrer Willenskraft. Die Motivation ist der Wunsch etwas zu tun, ihr Wille die Entschlossenheit sich für ein Ziel einzusetzen und mit Beharrlichkeit bis zum Ende zu verfolgen. Selbstmotivation lebt von ständiger Erneuerung. Treffen Sie noch heute ihre persönliche Entscheidung und fangen sie an.

Die Work-Life-Balance das praktisch Gelebte, zwischen Berufs- und Privatleben, mehr dazu im nächsten Blog …


Stress eine „Erfindung“?

Stress ist seit den 70er-Jahren ein Schlagwort

In der Zwischenzeit vielleicht eines der am häufigsten gebrauchten Alltagswörter. Stress beschreibt eine natürliche und evolutionär bedingte Reaktion auf Bedrohungssituationen. Um der Gefahr zu entkommen schüttet der menschliche Körper Stress Hormone aus.

Diese erhöhen die Leistungsfähigkeit kurzfristig um durch Kampf oder Flucht reagieren zu können. In unserer Gesellschaft stellen Kampf oder Flucht wohl noch kaum adäquate Verhaltensformen dar. Dem heutigen Menschen fehlt es jedoch an einem Ventil zur Lösung der Anspannungen. Die Krankmacher verbleiben daher im Körper und es kommt zu permanenter Anspannung.

In unseren Breiten spricht man bei 63% von einem geringen Burnout-Risiko und bei 22% schon von einer beginnenden Burnout-Situation. Allein der Anteil der Personen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gingen, stieg in den letzten 22 Jahren von 18,6 auf 43 Prozent. Es stellt sich die Frage, wie konnte sich ein vermeintlich so „erfolgreiches Konzept“ entwickeln?

Stress und das Stresskonzept

Wurde ursprünglich in der Materialprüfung verwendet und bedeutete Verbiegung und Verspannung. Der Begriff führte dann in die Biologie und man meinte zu dieser Zeit etwas ganz Ähnliches: Eine körperliche Anpassungsreaktion auf Störfaktoren den „Stressoren“.

Diese haben nach Selye ein einheitliches Reaktionsmuster und haben folgenden Ablauf: Alarmreaktion, Widerstandsphase und Erschöpfung. Dieses Modell hat nach wie vor Gültigkeit, beschreibt jedoch nur physiologische Prozesse. Die besagte Theorie berücksichtigt noch keine
psychischen Prozesse, dient aber als Grundlage zur Konzeption entsprechend möglicher Stress Bewältigungs-Programme. Der Stress war geboren.

Psychologische Stress Reaktion

Dazu wird ein „Stimulus“ – ein Reiz von der Umwelt aufgenommen. Dabei bewertet der Mensch die aufgenommenen Reize und es kommt zu einer
Bewertung sowie zu unterschiedlichen Stress Reaktionen und Bewältigungsformen.

Die wahrgenommenen Geschehnisse werden daraufhin überprüft, ob sie für das persönliche Wohlbefinden bedeutsam und relevant sind. Ist das Ergebnis der eigenen Einschätzung stressrelevant, wird beurteilt, ob die
verfügbaren Ressourcen ausreichen, um das Problem zu bewältigen. Es hängt von der individuellen Bewältigungsfähigkeit und dem Bewältigungsvermögen ab
ob das Problem herausfordernd oder bedrohlich ist. Man darf jedoch anmerken, dass alltäglich anhaltente Ereignisse gesundheitsrelevanter sind als kritische Lebensereignisse. Die Stress Reaktion ist immer eine Antwort auf belastende
Situationen.

Organisation von Gefühl und Bewusstheitszuständen …

Unser Körper ist die Bühne unserer Gefühle und diese lassen sich im Alltag kaum verbergen.

Unsere Gestimmtheit teilt sich über unseren Körper mit und über jede verbale- aber auch nonverbale Begegnung breitet sich eine
zwischenmenschliche Stimmung aus. Je nach Zustand kreisen Denkinhalte um ein Thema und unsere Umgebung wird dadurch geprägt, ob wir diese durch
einen „rosa“ Brille oder durch eine „schwarze“ Brille wahrnehmen.

Diese Einfärbung verleiht unserem Denken eine Richtung, Bedeutung und einen Sinn. Überforderungssymptome stehen dabei immer in engen Zusammenhang mit körperlichen und psychischen Vorgängen im sozialen Verhalten. Stress erhält die Aufmerksamkeit, dessen Bedeutung wir einem Problem geben. Einfach gesagt, schwer in der jeweiligen Situation zu beherrschen.

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